Projekttag am TG: „Wenn KI mitredet – Zwischen Hilfe, Täuschung und Verantwortung“

Wie beeinflusst Künstliche Intelligenz unseren Alltag, unsere Wahrnehmung und unser Miteinander? Beim digitalen Projekttag setzten sich unsere Schülerinnen und Schüler kritisch, kreativ und reflektiert mit Chancen und Risiken von KI auseinander.

Am Dienstag, den 10. Februar 2026, nahmen zahlreiche Klassen des technischen Gymnasiums der Friedrich-Ebert-Schule am digitalen Projekttag „Wenn KI mitredet – Zwischen Hilfe, Täuschung und Verantwortung“ teil. Die Veranstaltung bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich fundiert, interaktiv und praxisnah mit Künstlicher Intelligenz auseinanderzusetzen.

Moderiert wurde der Vormittag von Anna Albrecht, Journalistin und Presenter der Tagesschau auf Social Media, die durch verschiedene Themenblöcke führte und den Dialog mit den Jugendlichen aktiv förderte. In kurzen Impulsen, Expertengesprächen und interaktiven Umfragen ging es unter anderem um Fragen wie:

  • Wie erkenne ich Desinformation?

  • Wo hilft KI – und wo kann sie täuschen?

  • Welche Auswirkungen hat KI auf unser Lernen, unsere Kommunikation und unsere psychische Gesundheit?

Besonders wertvoll war die Arbeitsphase „Unser KI-Kompass“, in der die Schülerinnen und Schüler in ihren Klassen diskutierten, reflektierten und eigene Leitlinien für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI entwickelten. Ergänzt wurde dies durch Fragerunden, in denen sie anonym ihre Erfahrungen teilen und direkt mit den Expertinnen ins Gespräch kommen konnten.

Mit dabei waren:

  • Lidia de Reese (Medienpädagogin, FSM)

  • Pia Kabitzsch (Psychologin und Autorin)

  • Lilli Berthold (stellvertretende Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz)

  • Leah Nlemibe (Journalistin)

Der Projekttag zeigte eindrucksvoll, wie wichtig digitale Medienkompetenz und kritisches Denken in einer zunehmend von KI geprägten Welt sind. Unsere Schülerinnen und Schüler konnten nicht nur Wissen gewinnen, sondern auch ihre eigene Haltung hinterfragen und weiterentwickeln.

Wir danken allen beteiligten Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie den Expertinnen für einen inspirierenden, lehrreichen und diskussionsreichen Vormittag.

Sommerprojekttage 2025 – Nachhaltigkeit, Klima, Demokratie

Am 28. und 29. Juli 2025 fanden an unserer Schule zwei ganz besondere Tage statt: die Sommerprojekttage zum Thema Nachhaltigkeit, Klima und Demokratie. Unter dem Motto „Zusammen Zukunft leben“ konnten die Schülerinnen und Schüler in vielfältigen Workshops erfahren, wie wir gemeinsam unsere Welt gerechter, umweltfreundlicher und demokratischer gestalten können.

Zahlreiche Partnerorganisationen unterstützten uns dabei mit spannenden Angeboten. Hier ein Überblick über die Highlights:

Nachhaltigkeit erleben – Umwelt und Klima im Mittelpunkt

„Wie rette ich die Welt beim Frühstück?“ (ZuZule - Zusammen Zukunft leben)
In diesem Workshop ging es um bewusste Ernährung, nachhaltige Konsumentscheidungen und globale Zusammenhänge. Die Teilnehmenden lernten, wie ihr persönliches Verhalten – etwa beim Frühstück – direkten Einfluss auf Umwelt und Klima haben kann.

„Müllvermeidung + CleanUp“ (ZuZule - Zusammen Zukunft leben)
Dieser praxisorientierte Workshop zeigte nicht nur, wie lange Müll in der Natur bleibt und welche Folgen das hat, sondern auch, wie jeder Einzelne durch Müllvermeidung und ressourcenschonendes Verhalten zur Lösung beitragen kann. Im Anschluss wurde die Schule und das Schulgelände von achtlos weggeworfenem Müll befreit.

„Ausflug in den Bruckenwasen mit dem BUND“ (BUND für Umwelt und Naturschutz)
Eine Gruppe machte sich auf den Weg nach Plochingen und besuchte das Umweltzentrum Neckar-Fils. Dort standen Themen wie Gewässerschutz, Stadtentwicklung und der Einfluss unseres Konsumverhaltens auf das Klima im Mittelpunkt. Der direkte Kontakt mit der Natur machte deutlich, wie wichtig lokales Umweltengagement ist.

„Kunststoff-Lab“ (KOKI Esslingen)
Im Kommunalen Kino Esslingen lernten die SchülerInnen, wie wertvoll (und gleichzeitig problematisch) Kunststoffe sind. Im Rahmen eines Upcycling-Workshops wurden aus Plastikabfällen neue Produkte wie Lampen oder Taschen gefertigt – ein kreativer Beitrag zur Müllvermeidung.

„Kohle aus Kolumbien – Deine Energie, ihre Lebensrealität“ (EPIZ - Entwicklungspädagogisches Informationszentrum Reutlingen)
Wie stark unser Energieverbrauch mit den Lebensbedingungen von Menschen im globalen Süden verknüpft ist, zeigte dieser Workshop. Am Beispiel kolumbianischer Kohle wurde erarbeitet, welche Folgen unser Energiehunger auf Umwelt und Gesellschaft in den Abbaugebieten hat.

„Der Weg deiner Jeans“ (EPIZ - Entwicklungspädagogisches Informationszentrum Reutlingen)
Woher kommen eigentlich unsere Klamotten – und was bedeutet das für Mensch und Umwelt? In diesem Workshop wurde nicht nur der ökologische Fußabdruck einer Jeans betrachtet, sondern auch interkulturelle Verständigung und Migration thematisiert. Ein Podcast-Projekt setzte sich kreativ mit Fluchtursachen und Konsumverhalten auseinander.

Demokratie lernen – Mitgestalten statt zuschauen

„Deine Meinung zählt! – Planspiel Bürgerentscheid zur Windkraft“ (MEHR Demokratie e.V.)
Hier wurde Demokratie hautnah erlebt: In einem realitätsnahen Rollenspiel entschieden die Teilnehmenden über den Bau eines Windparks in ihrer Region. Argumentieren, abstimmen, Mehrheiten finden – all das gehört zu einer funktionierenden Demokratie.

„Gib Fake News keine Chance!“ (Buzzard)
Ein Workshop rund um Medienkompetenz: Wie erkennt man Falschinformationen? Welche Mechanismen stecken hinter Fake News? Und wie schützt man sich im digitalen Alltag vor Manipulation? Der Workshop sensibilisierte für den verantwortungsvollen Umgang mit Informationen.

„Rassismus? Hat doch nix mit mir zu tun… oder doch?“ (FEX - Fachstelle Extremismusdistanzierung Demoratie e.V.)
In diesem Workshop der Fachstelle Extremismusdistanzierung wurde gemeinsam mit den Teilnehmenden analysiert, wie Alltagsrassismus entsteht, wie er erkannt und bekämpft werden kann – in der Schule, im Freundeskreis und online. Besonders im Fokus: das eigene Verhalten hinterfragen und für andere einstehen.

Klimakrise verstehen – und handeln

„MISSION IMPOSSIBLE – Teil 1 & 2“ (Friedrich-Ebert-Stiftung)
Die Friedrich-Ebert-Stiftung bot einen zweiteiligen Workshop zur Klimapolitik an. Die Teilnehmer:innen analysierten die Ursachen der Klimakrise, diskutierten politische Handlungsoptionen und entwickelten eigene Strategien für eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft. Besonders eindrucksvoll war die Simulation internationaler Verhandlungen zur Klimapolitik.

Fazit: Engagement beginnt im Kleinen

Die Projekttage 2025 haben eindrucksvoll gezeigt: Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie demokratisches Handeln sind keine abstrakten Themen – sie gehen uns alle etwas an. Ob im Alltag, beim Einkaufen, in Diskussionen oder im gesellschaftlichen Engagement: Jeder Beitrag zählt.

Ein herzlicher Dank gilt allen externen PartnerInnen, Lehrkräften und natürlich den SchülerInnen, die mit so viel Neugier, Motivation und Offenheit an den Projekten teilgenommen haben!

Gemeinsam können wir Zukunft gestalten – nachhaltig, gerecht und demokratisch.