Informationstechnik

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Konstruktives „Ausbilder-Treffen“ in Esslingen

Mitte März tauschten sich die IT-Bildungsfachleute an der Friedrich-Ebert-Schule (FES) zum neu geordneten Informationselektroniker-Beruf aus. Vorrangiges Ziel war, die Lerninhalte in der Berufsschule und überbetrieblichen Ausbildung zu synchronisieren.

Neben zwei Fachlehrern fanden sich Vertreter aus der schulischen Führungsebene, des Elektro Technologie Zentrums Stuttgart (etz) sowie des Fachverbands an der Esslinger FES ein. Dem Veranstaltungsimpuls gab der ehren- und hauptamtlich engagierte Andreas Baumann. Der Stuttgarter Gesellenprüfungsausschuss-Vorsitzende für den derzeitigen Elektroniker Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik (FR ITT) moderierte auch die Abendveranstaltung.

Was die Betriebe wollen

Baumann, der bei der Reif GmbH in Heroldstadt (Innung Ulm) selbst rege ausbildet, beschrieb zunächst, was es beim neuen Informationselektroniker, in dem der gleichnamige Vorgängerberuf sowie der Elektroniker FR ITT aufgingen, aus betrieblicher Sicht zu vermitteln gilt. Sowohl in der Berufsschule als auch in der überbetrieblichen Ausbildung müsse der Schwerpunkt auf der Netzwerktechnik liegen, verdeutlichte der Mitgeschäftsführer eines Fachbetriebs für Sicherheitstechnik. Aber auch der Breitband- und Satelliten-Technik, die aktuell ein Revival erlebe, müsse Rechnung getragen werden, so Baumann. Die Vertreter der Bildungsseite unterstützten jeweils die von Baumann eingebrachten Fachimpulse und gaben auch ihrerseits konstruktive, inhaltliche Anregungen.

Fachverband aktiv dabei

Steffen Ellinger (Berater Bildung/Unternehmensführung) schilderte seinerseits zunächst die allgemeinen Aufgaben des Fachverbands im Bereich der beruflichen Ausbildung. Hernach ging er auf die aktuellen Ausbildungszahlen sowie den IT-Arbeitskreis Aus- und Weiterbildung ein, in dem die beiden IT-Gesellenprüfungsausschüsse in Karlsruhe und Stuttgart unter der Koordination des Fachverbandes gemeinsam die Gesellenprüfungen entwickeln (außer der Theorie im Teil 2, die von der Schulseite abgenommen wird). Punktuell sollen dort von nun an auch schulische Vertreter in die Abstimmungsprozesse eingebunden werden.

Landeseinheitlichkeit ist das Ziel

Passend dazu bekräftigen Baumann und Ellinger das Ziel eines konstruktiven Erfahrungsaustausches aller Beteiligten auf Landesebene, um ein landesweit einheitliches und zeitgemäßes Prüfungsniveau sicherzustellen. Bekräftigt wurde dies auch von Wolfgang Ritt vom etz, der nochmals die Entwicklung des neuen Informationselektroniker-Berufsbilds auf Bundesebene rekapitulierte und das länderspezifische Ringen um das passende Prüfungsformat (klassische Brettmontage oder betrieblicher Projektauftrag) beschrieb.

Engagierter Berufsschullehrer

Im dritten Teil der Abendveranstaltung präsentierte Ralf Engel von der FES ein Konzept zur schulischen Umsetzung der im IT-Bildungsplan beschriebenen Lerneinheiten. Mittels einer überzeugenden und fachlich fundierten Präsentation gelang es dem zuständigen Bereichsleiter breite Zustimmung für seine Entwurfsplanung zu bekommen. Im nächsten Schritt wird die FES beim Juli-Treffen des Fachausschusses unter dem Dach des Kultusministeriums das Konzept auch den Kollegen der Heinrich-Hertz-Schule in Karlsruhe sowie der IT-Schule in Stuttgart vorstellen.

FV EIT BW / SE